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"Die Lehre vom Verstehen"
 
 

Das Gesamtwerk des

Eugen Drewermann -  Eine Hinführung

zusammengestellt von
 

Volker Brokop, Wuppertal

 


"Die Religion der Zukunft ist religiös, kulturell und ökologisch
integrativ, oder sie ist schädlich, falsch und überflüssig!"


"Wie ist es möglich, dass menschliches Leid, menschliches Unheil und

menschliches Verbrechen in jeder Form ein Stück Trost und Heilung finden?"
Eugen Drewermann




Diese Fotostudie wurde von dem Hamburger Fotografen  Jens Wunderlich
anläßlich eines Interviews zum Thema "Macht der Glaube glücklich?" erstellt.
Ganz herzlich danke ich Herrn Wunderlich für die freundliche
Genehmigung, sie hier veröffentlichen zu dürfen


 


    Inhalt:

 


 

Am 29.05.2011 erhielt Eugen Drewermann den ersten internationalen  Albert-Schweitzer-Preis .
Die  Laudatio  hielt Franz Alt.


Offener Brief von Eugen Drewermann an Papst Ratzinger:
Auf der Website des  SWR2-Kulturradios  ist ein  offener Brief  von Eugen Drewermann an Papst Ratzinger veröffentlicht
worden, der auch als Audio-Stream angehört werden kann.

 


 

Drewermann im Nordwestradio: Seit einiger Zeit ist Eugen Drewermann unter dem Titel  Redefreiheit  an jedem letzten Samstagabend im Nordwestradio in einer Sendung zu hören, in welcher die Hörer Fragen zu einem bestimmten Thema an ihn stellen können, live per Anruf oder per Mail. Die dreistündige Sendung gliedert sich immer in zwei Abschnitte, zunächst gibt es eine Einführung in das jeweilige Thema, die weiteren beiden Stunden gehören den Fragen der Hörer, die ausführlich beantwortet werden. Die Sendungen können kostenlos als Podcast abboniert werden.

Link zur Sendung: Redefreiheit

 



Kurzportrait:

Eugen Drewermann, Religions-, Kirchen- und Gesellschaftskritiker, Universalgelehrter und Buchautor, geb. am 20.06.1940 in Bergkamen im Ruhrgebiet, wohnhaft in Paderborn, studierte kath. Theologie in Paderborn, Philosophie in Münster und Psychoanalyse in Göttingen. Er wurde 1966 zum Priester geweiht, war ab 1972 Studentenseelsorger in Paderborn und dort ab 1974 als Subsidiar in der Gemeinde St. Georg tätig. Von 1979-1991 lehrte er als Privatdozent für systematische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Paderborn. Aufgrund seiner zunehmend kritischen Haltung gegenüber der Amtskirche, entzog ihm Erzbischof  J.J. Degenhardt im Oktober 1991 die kirchliche Lehrerlaubnis, dem folgte das Predigtverbot und im März 1992 die Suspendierung vom Priesteramt, seither ist er als freier Schriftsteller tätig und erhielt einen Lehrauftrag für Soziologie und Kulturanthropologie an der Gesamthochschule in Paderborn. Da Drewermann nicht mehr offiziell predigen darf, hält er wöchentlich Wortgottesdienste in einem Paderborner Gymnasium und bietet im Rahmen seiner psychotherapeutischen Arbeit kostenfreie Einzelgespräche an.
Seine inzwischen über 70 Buchveröffentlichungen handeln u.a. von Moraltheologie und Bibelexegese, tiefenpsychologischen Märcheninterpretationen, Krieg und Umweltkrise und seit neuerem auch von den modernen Naturwissenschaften. Die letzten drei Bände seiner umfangreichen Trilogie "Glauben in Freiheit", seinem theologisch-systematischen Grundlagenwerk, welches er quasi als "Anti-Dogmatik" dem veralteten Welt- und Menschenbild der Kirchenlehre entgegenstellt, fassen die neusten Erkenntnisse der Anthropologie, der Biologie und der Kosmologie zusammen, welche eng mit sehr ausführlichen philosophischen, theologischen und religiösen Fragestellungen verknüpft werden. Der vorläufige Abschlußband dieser Reihe ist im Oktober 2002 unter dem Titel "Im Anfang... - Die moderne Kosmologie und die Frage nach Gott" erschienen. Erweitert und abgeschlossen wird diese Reihe durch die beiden umfangreichen Bände "Atem des Lebens – Die moderne Neurologie und die Frage nach Gott".

Hervorzuheben ist Drewermanns enorm vielfältige Vortragstätigkeit, die ihn häufig auch u.a. nach Österreich, Frankreich, in die Niederlande und in die Schweiz führt. Stets in freier Rede, spricht er bei fast immer ausverkauften Vortragsveranstaltungen, u.a. auch auf Tagungen von Lehrerverbänden und bei renommierten internationalen Kongressen. Rechtzeitig zu seinem 65. Geburtstag ist Eugen Drewermann am 20.06.2005 offiziell aus der Katholischen Kirche ausgetreten.

Am 29.03.2007 erhielt er (zusammen mit Konstantin Wecker) den Erich-Fromm-Preis für sein friedenspolitisches Engagement und am 29.05.2011 den erstmals verliehenen internationalen  Albert-Schweitzer-Preis





Fotos: Petra Wagener, Wuppertal





Die Lehre vom Verstehen
- zu Drewermanns Grundanliegen und Entwicklung

Neben der persönlichen therapeutischen bzw. seelsorglichen Begleitung liegt Drewermanns Hauptanliegen in der Zusammenführung von Theologie und Religion mit den neuesten Erkenntnissen der Human- und Naturwissenschaften. So kann z.B. die kirchliche Seelsorge nur dann wahre Lebenshilfe bieten, wenn sie sich den Erkenntnissen der Psychologie nicht länger mehr verschließt. Solange die Seelsorge sich nicht für die oftmals tief im Verborgenen der Psyche liegenden Gründe menschlichen Handelns interessiert, kann sie über das Stadium reinen Moralisierens und verständnislosen Schuldigsprechens nicht hinauskommen und wird immer mehr an Glaubwürdigkeit und Akzeptanz verlieren. Das stark verkürzte Menschenbild in der Moraltheologie kann in einer modernen und aufgeklärten Gesellschaft nicht das Fundament seelsorglichen Engagements sein. Ähnliches gilt für die Theologie insgesamt. Eine Religion, die sich konsequent unfähig zeigt, ihren theoretischen Überbau durch die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften zu vertiefen, wird zwangsläufig zunehmend zu einer thelogisch angehauchten Ideologie verkommen und in das Stadium einer abergläubigen Großsekte zurückfallen. Nach Drewermanns Verständnis ist die Religion nicht dazu da, das Vorhandensein der Welt oder des Menschen schöpfungstheologisch zu erklären, sondern sie sollte es sich zur Aufgabe machen, dem Menschen im Rahmen einer scheinbar grausamen Natur, die ihn zwar hervorbringt, sich ansonsten aber zutiefst unmenschlich darstellt, zur Selbstbegründung zu verhelfen. Da die Naturwissenschaften auf ganz wesentliche Fragen der menschlichen Existenz prinzipiell nicht antworten können, bedarf es einer Religion, welche sich als sinnstiftende Organisationsform glaubwürdig vermittelt. Von seinen ersten Veröffentlichungen an zeigt sich Drewermanns Bemühen, das dem Christentum zugrunde liegende veraltete Welt- und Menschenbild Schritt für Schritt zu erneuern, um es aufgeklärt, aber dennoch geistig tragfähig zu begründen.

Als ein wegweisendes Schlüsselerlebnis für seine Entwicklung hat Drewermann in vielen Interviews, und auch mehrfach in seinen Schriften, eine Erfahrung aus seiner ersten seelsorgerlichen Tätigkeit in einem Kurort beschrieben: Damals kam nach einer Predigt ein Mann zu ihm, der ihn um ein Gespräch bat, in welchem er Drewermann anvertraute, dass er sich bei eben diesem Kuraufenthalt in eine Frau verliebt habe, obwohl er verheiratet sei. Nun wollte er seiner Frau keineswegs die Treue brechen, aber er war durch seine neuen Gefühle, die er der anderen Frau gegenüber empfand, so tief erschüttert und durcheinandergeraten, dass er nicht mehr wußte, wie er mit dieser Situation weiterhin umgehen sollte. Als katholischer Seelsorger hätte Drewermann sich natürlich damit zufrieden geben können, dem Mann zu sagen, dass er sich im Zustand der schweren Sünde befände, dass er diese Frau unbedingt meiden müsse und an seine Ehefrau denken solle - dieser Mann aber weinte bitterlich, da er ahnte, dass er sich seiner Ehefrau gegenüber schuldig machen und es zutiefst bereuen würde, aber er wußte auch, er würde es trotzdem tun.
Und genau das, so musste Drewermann erkennen, ist das Dilemma der gesamten verfaßten katholischen Moraltheologie, dass es im Leben eines Menschen immer wieder zu zutiefst tragischen Situationen kommen kann, die sich nicht auf der Ebene der Moral lösen lassen. Die Frage lautete für ihn damals, ob er in amtskirchlicher Manier Menschen in hilflosen Lebenssituationen dazu auffordern soll, sich für ihre Handlungen schuldig zu fühlen und aufgrund zweifelhafter moralischer Wertmaßstäbe in ihren Bedürfnissen und Empfindungen zu kontrollieren, oder ob er wenigstens den Versuch wagen soll, ihnen fernab von jeglicher Schuldigsprechung zu helfen, sich selber tiefer zu verstehen. Da Drewermann immer schon Menschen in ihren Ängsten, Nöten und Widersprüchen verstehen lernen wollte, entschied er sich, sein Theologiestudium durch das Studium der Psychoanalyse (Neopsychoanalyse nach Schultz-Hencke) zu ergänzen. Die dort gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen warfen sein Leben auf sehr dramatische Weise durcheinander, weil er immer deutlicher zu spüren begann, dass er nach immerhin sechs Jahren theologischen Studiums und seelsorgerlicher Ausbildung nicht imstande war, auf ein allzuhäufig auftretendes menschliches Problem adäquat zu antworten. Noch vor offizieller Beendigung des Psychoanalysestudiums zog er sich zurück, um diese Eindrücke zu verarbeiten und eine neue Orientierung zu finden.
Die Grundfrage lautete für ihn damals, wie sich das seelenlose Sprechen von Gott in der Theologie und das gottlose Sprechen von der Seele des Menschen in der Psychoanalyse überwinden lassen. Oder, anders gefragt, weil Drewermann viele wichtige Denkanregungen bei der neuerlichen Lektüre der Bücher Dostojewskis fand, ob und wie sich die drei Brüder Karamasow, in denen sich als Teilpersönlichkeiten Verstand, Glaube und Gefühl repräsentieren, geistig, psychologisch und existentiell zusammenfügen lassen. Entlang dieser Fragestellungen entstand sein dreibändiges Erstlingswerk mit dem Titel "Die Strukturen des Bösen", eine Interpretation der biblischen Urgeschichte aus theologischer, philosophischer und psychoanalytischer Sicht. Dieses Werk wurde als Dissertations- und Promotionsschrift anerkannt und Drewermann erhielt die Lehrerlaubnis für systematische Theologie an der Katholisch-theologischen Hochschule in Paderborn.

Der nun eingeschlagene Weg vollzog sich daraufhin in quasi logischer Konsequenz, denn aufgrund der Erkenntnis, dass die gesamte katholische Theologie im Grunde wertlos ist, wenn sie nicht konkret auf die Fragen der Menschen antworten kann, ergab sich für Drewermann die nächste Fragestellung wie von selber: Wie lassen sich die Texte der Bibel und das Anliegen des Jesus von Nazareth so interpretieren, dass heute fragende, suchende und leidende Menschen Antworten auf ihre Bedürfnisse und Ängste finden?
Da eine Annäherung an diese Fragestellung mit der althergebrachten und zutiefst abergläubisch-dogmatischen Verkündigungssprache der Theologen nicht gelingen kann, musste er den Konflikt mit der Amtskirche in Kauf nehmen. Wie kann es sein, dass eine Kirche, die vorgibt, den Menschen nahe zu sein, und darüber hinaus als Instanz der bürgerlichen Moral gesellschaftlichen Einfluß ausüben will, paradoxerweise viele wichtige gesellschaftliche und geistige Entwicklungen und Erkenntnisse beharrlich ignoriert. Eine Kirche, die darüber hinaus allen vernünftigen Einwänden zum Trotz in traditioneller Verfestigung weiterhin Aberglauben verbreitet und die Gläubigen in infantiler Abhängigkeit hält und moralisch zensiert und unterdrückt. In den drei Bänden über "Psychoanalyse und Moraltheologie" setzte sich Drewermann intensiv mit derartigen Fragen auseinander, indem er der auf Angst und verinnerlichter Gewalt gründende Moraltheologie der Kirche die Erkenntnisse der Psychoanalyse gegenüberstellt.

Ein ganz anderer, nicht weniger entscheidender Punkt war für ihn die Frage, wie es kommt, dass sich immer noch viele Menschen, z.B. als Ordensschwestern oder Priester, einem System unterwerfen, dass sie in ihrer Persönlichkeitsentfaltung nicht nur hindert, sondern sogar noch darin bestärkt, aus den Ängsten ihrer Individuation bestimmte Tugendideale zu entwickeln. Aufgrund derartiger Fragen entstand Drewermanns umfangreiche Studie "Kleriker", eine Analyse, in welcher er das gesamte neurotische Zwangssystem der Kirche einerseits, sowie auch die psychischen Grundvoraussetzungen der Menschen, die sich mit diesem System identifizieren, untersuchte.

Spätestens mit der Veröffentlichung dieser Arbeit war der Konflikt mit der Amtskirche unausweichlich geworden, und obwohl die Thematik des Buches "Kleriker - Psychogramm eines Ideals" für Laien an vielen Stellen nicht sehr einfach zugänglich ist, wurde es so erfolgreich, dass es monatelang in den Bestsellerlisten geführt wurde. Nicht zuletzt aufgrund der Veröffentlichung des Kleriker-Buches und verschiedener, in einigen Interviews und Zeitungsartikeln veröffentlichten Äußerungen, die vom damaligen Paderborner Erzbischof Degenhardt kritisiert und von Drewermann nicht zurückgenommen wurden, erfolgte der endgültige Bruch mit der Amtskirche, da Drewermanns wesentliche Überzeugungen sich immer weiter von den zentralen Glaubensinhalten der katholischen Dogmatik entfernten. Dabei ging es in endlosen Auseinandersetzungen wesentlich darum, dass die katholischen Amtsträger nach wie vor darauf bestehen, dass z.B. die mythischen Bilder von der Jungfrauengeburt und der Auferstehung Jesu historisch objektivierbar seien, und dass es sich bei den Legenden der Wundererzählungen des Neuen Testamentes ganz sicher um reine Tatsachenberichte handelt.
Das ging soweit, dass der damalige Paderborner Erzbischof Degenhardt allen Ernstes erklärte, dass nur derjenige wirklich katholisch sein könne, der daran glaubt, dass Maria biologisch vor, während und nach Jesu Geburt Jungfrau war und dass sich die Himmelfahrt Jesu fotografisch ablichtbar ereignet hat.
Degenhardt entzog Drewermann im Oktober 1991 die Lehrerlaubnis, darauf erfolgten das Predigtverbot und im März 1992 die Suspendierung vom Priesteramt. Seither ist Drewermann als freier Schriftsteller tätig und bietet im Rahmen seiner psychoanalytischen Beratung kostenfreie Einzelgespräche an.

Unbeirrt von theologischen Debatten und immer stärker sich ausweitenden Anfeindungen und Ausgrenzungen seitens der Amtskirche, widmete sich Drewermann weiterhin der Aufgabe, biblische Erzählungen psychoanalytisch zu interpretieren und somit in vermeintlich aufgeklärter Zeit den Gläubigen neu zugänglich zu machen. Darüber hinaus erweiterte er konsequent das Themenspektrum seiner Veröffentlichungen, indem er sich z.B. mit Fragen nach Krieg und Frieden und der fortschreitenden Umweltkrise auseinandersetzte.

In seinen inzwischen über achtzig Büchern, mit einer geschätzten Auflage von weit über drei Millionen verkauften Exemplaren, läßt Drewermann fundierte Kenntnisse aus den Bereichen der Psychologie/Psychoanalyse, Philosophie, Soziologie, Sozialpsychologie, Anthropologie, Physik, Biologie, Chemie und Neurologie in seine theologischen und religiösen Betrachtungen einfließen. Dazu kommen tiefenpsychologische Märcheninterpretationen und Veröffentlichungen zu Hesse, Dostojewski, Goethe und Herman Melville. Drewermann verfügt über eine außerordentlich große Belesenheit und ist in seiner Zitierfähigkeit aus der Weltliteratur unübertroffen. Seit Jahren gehört er zu Europas gefragtesten Rednern im Bereich Religion/Theologie und hat in den letzten dreißig Jahren in weit über 3500 Vorträgen die in seinen Veröffentlichungen diskutierten Themen seinem Publikum nahegebracht. Regelmäßig wird Drewermann zu Vortragsveranstaltungen in die Schweiz und in die Niederlande, nach Österreich und nach Frankreich eingeladen. Zudem hielt er auch in außereuropäischen Ländern Vorträge, u.a. in den USA und in Mexiko.

Rechtzeitig zu seinem 65. Geburtstag ist Eugen Drewermann am 20.06.2005 offiziell aus der Katholischen Kirche ausgetreten.

Am 29.03.2007 erhielt er (zusammen mit Konstantin Wecker) den Erich-Fromm-Preis für sein friedenspolitisches Engagement und am 29.05.2011 den ersten internationalen  Albert-Schweitzer-Preis
 



 


Von, mit und über Eugen Drewermann sind bisher erschienen:

    Aufzählung  Primärliteratur:


"Strukturen des Bösen"  -  3 Bände, 1977-78

Eine Deutung der "Jahwistischen Urgeschichte" in exegetischer, psychoanalytischer und philosophischer Sicht. Schon Drewermanns ursprünglich als Habilitationsschrift eingereichtes Erstlingswerk ist von seinem Hauptanliegen, einer Synthese von Theologie, Psychoanalyse und Existenzphilosophie, geprägt.

"Der tödliche Fortschritt"  - Von der Zerstörung der Erde und des Menschen im Erbe des Christentums  - 1981

Eine umfassende Studie zur ökologischen Krise, in welcher das auch heute noch der Kirchenlehre zugrunde liegende anthropozentrische und patriarchale Welt- und Menschenbild des Christentums als wesentliche Teilursache der zunehmenden Naturzerstörung und Ausbeutung der Tiere entlarvt wird. Solange der Mensch seinem eigenen Selbstverständnis nach im Mittelpunkt des Weltinteresses steht, erscheint es als gerechtfertigt, nach Belieben und vollkommen willkürlich über Tier und Natur zu herrschen und sie für seine eigenen Zwecke zu nutzen und auszubeuten. Das biblisch-christliche Weltbild hat den Menschen von Beginn an in das Zentrum seiner religiösen Sinnauslegung gerückt und dessen uneingeschränkten Herrschaftsanspruch begründet.
Solange wir Menschen einer Moral folgen, die nur das als erhaltenswert erachtet, was wir selber zum Überleben brauchen, lassen
sich Tier- und Naturschutz nicht plausibel machen. Drewermann plädiert deshalb für die Begründung einer Ethik, aufgrund welcher die Bewahrung der Natur und der Schutz der Tiere ohne Rücksicht auf rein zweckrational ausgerichtete menschliche Interessen zum Ziel erklärt wird.

"Der Krieg und das Christentum"   -  Von der Ohnmacht und Notwendigkeit des Religiösen  - 1982

Drewermann weist in diesem Buch nach, dass die moralische Unterdrückung der Triebe und des Unbewussten im Christentum die Psychodynamik der Spirale von Angst und Schuldgefühlen vorantreibt und somit die Aggressionsbereitschaft des Menschen steigert, was zur Friedensunfähigkeit beiträgt. Ausführlich werden die individual-, sozial- und religionspsychologischen und gruppendynamischen Aspekte erläutert, die immer wieder zur Entstehung von Kriegen führen.

"Reden gegen den Krieg"  - 1991

Eine Zusammenstellung mehrerer Predigten und Ansprachen, die Drewermann in Auseinandersetzung mit dem ‚Krieg am Golf‘ in der Gemeinde St. Georg und vor dem Rathaus in Paderborn gehalten hat. - Hgg. von Bernd Marz
 

"Die Spirale der Angst"  - 1991

Um vier Predigten gegen den Krieg am Golf erweiterte Neuauflage von ‚Der Krieg und das Christentum‘.
 

"Psychoanalyse und Moraltheologie"  -  3 Bände, 1982-84

Der kirchlichen Morallehre mit ihren neurotischen Schuldfixierungen werden hier die befreienden Erfahrungen der Psychoanalyse gegenübergestellt.
1: "Angst und Schuld"
2: "Wege und Umwege der Liebe"
3: "An den Grenzen des Lebens" 
 

"Tiefenpsychologie und Exegese"  -  2 Bände, 1984-85

1: "Die Wahrheit der Formen; von Traum, Mythos, Märchen, Sage und Legende"
2: "Die Wahrheit der Werke und Worte; von Wunder, Vision, Weissagung, Apokalypse und Gleichnis"
 

"Voller Erbarmen rettet er uns"  -  1985

Tiefenpsychologische Deutung der Tobit-Legende.
 

"Dein Name ist wie der Geschmack des Lebens"  - 1986

Tiefenpsychologische Deutung der Kindheitsgeschichte Jesu nach dem Lukasevangelium.
 

"An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen" - 1988

Als Antikritik formulierte Antwort auf G. Lohfinks u. R. Peschs Streitschrift "Tiefenpsychologie und keine Exegese"
 

"Ich steige hinab in die Barke der Sonne"  - 1989

Ausgehend von den menschheitlichen Zentralthemen "Tod" und "Hoffnung auf Auferstehung", führt Drewermann den Leser auf eine Reise durch die abendländische Literatur-, Geistes- und Religionsgeschichte.
 

"Kleriker" - Psychogramm eines Ideals  - 1989

Mit den Mitteln der Psychoanalyse untersucht Drewermann die seelischen Voraussetzungen der Kleriker, sowie die zwangsneurotischen Strukturen der kirchlichen Idealbildungen und Institutionen.
 

"Über die Unsterblichkeit der Tiere" - Hoffnung für die leidende Kreatur  -  1990

Ursprünglich in "Die Spirale der Angst" erschienener Aufsatz. Drewermann glaubt, dass eine Rücksichtnahme auf die Rechte der Tiere im christlichen Kulturraum nur gelingen kann, wenn die Vorstellung von der "Unsterblichkeit der Seele" nicht nur auf den Menschen übertragen wird.
 

"Milomaki - Vom Geist der Musik"  - Tiefenpsychologische Deutung einer Indianermythe - 1991
 

"Giordano Bruno - Der Spiegel des Unendlichen"  - 1992

Drewermann versucht sich in diesem biographischen Roman in die Gedanken und Empfindungen des von der römischen Inquisition wegen Ketzerei zum Tode verurteilten und auf dem Scheiterhaufen verbrannten Dominikanermönches und Naturphilosophen Giordano Bruno einzufühlen.
 

"Das Matthäusevangelium - Bilder der Erfüllung"  -  3 Bände, 1992/95

Um die vielen historisch und sprachgeschichtlich bedingten Übersetzungsfehler zu bereinigen, erschien 1993 als Ergänzung dieses umfangreichen Kommentarwerkes Drewermanns eigene Übersetzung des Matthäusevangeliums.
 

"Worum es eigentlich geht" - Protokoll einer Verurteilung  - 1992

Anhand von vielen Briefen, Gesprächsprotokollen, Interviews und Pressemitteilungen dokumentiert Drewermann sehr ausführlich die lange Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche, die schließlich zu seiner Suspendierung vom Priesteramt geführt hat.
 

"Die Botschaft der Frauen"  - Das Wissen der Liebe  - 1992


"Der gefahrvolle Weg der Erlösung"  -  1993


"Das Vaterunser"  -  1993
 

"Was ich denke"  - 1994

In dieser teilweise autobiographischen Schrift schildert Drewermann in einfacher Weise die Entwicklung seines Denkens und seines Anliegens. Der Leser erhält einen Einblick in die prägendsten Kindheits- und Jugenderinnerungen Drewermanns und kann aufgrund des sehr persönlichen Schreibstils dessen Kritik an bestimmten dogmatischen Lehrinhalten und auch den Konflikt mit der katholischen Kirche sehr gut nachvollziehen.
 

"Zeitreisen - Reisezeiten"  - 1994

In diesem Buch berichtet Drewermann von seinen Erlebnissen während seiner Reisen durch Europa, Afghanistan, Indien und Ägypten. Zusätzlich enthält es die Abschrift eines Vortrags über den Zusammenhang von "Persönlichkeitsstruktur und Zeiterleben". Mit vielen Fotos des Autors.


"Das Individuelle verteidigen"  - Zwei Aufsätze zu Hermann Hesse  -  1995


"Von Tieren und Menschen"  -  Moderne Fabeln  -  1998 

Auch als CD erhältlich
 

"Daß auch der Allerniedrigste mein Bruder sei" - Dostojewski,  Dichter der Menschlichkeit  - 1998

In fünf Betrachtungen, die auf z.T. nachträglich überarbeiteten Vortragsabschriften beruhen,  interpretiert Drewermann den großen russischen Dichter.
 

"Das Markusevangelium"  -  2 Bände, 2000/03


"Die Liebe herrscht nicht"  -  Goethes Märchen tiefenpsychologisch gedeutet  -  2000


"Hat der Glaube Hoffnung?"  -  Die Zukunft der Religion  -  2000

Zu diesem Buch lesen Sie bitte die Rezension von Michael Schmidt-Salomon auf  Seite 2


"Wozu Religion?" - Sinnfindung in Zeiten der Gier nach Macht und Geld  -  2001

Im Gespräch mit Jürgen Hören (SWR2-Kulturredaktion) erörtert Drewermann zentrale Fragen und Probleme unserer Zeit. Die Auseinandersetzung mit den Naturwissenschaften, die neuen Möglichkeiten von Biotechnologie und Gentechnik, von Klonen und dem Züchten von Organen und Embryonen, unser Umgang mit den Tieren und der Natur, alle diese Felder werden mit enormer Sachkenntnis und großem Einfühlungsvermögen besprochen, wobei die Frage nach einem zeitgemäßen Welt- und Menschenbild und einer auch für die Zukunft verantwortbaren und integralen Ethik immer im Vordergrund stehen.


"Der Mensch braucht mehr als nur Moral"  -  Über Tugenden und Laster  -  2001


"Krieg ist Krankheit, keine Lösung"  -  Eine neue Basis für den Frieden  -  2001


  

"Reden gegen den Krieg"  -  Neuauflage 2002


In dieser erweiterten Neuauflage dieser ursprünglich zum Problem des Golfkriegs im Jahre 1991 erschienenen Zusammenstellung von Reden, Predigten und Zeitungsartikeln zeigt Drewermann auf, wie mit scheinbar bestem Gewissen und in schlimmster propagandistischer Manier mit den Mitteln der Lüge und der manipulierten Berichterstattung der Medien permanent versucht wird, eine kriegsbegünstigende Stimmung in der Bevölkerung zu erzeugen und jeden möglichen Ansatz einer weitreichenden und tragfähigen Friedensbewegung schon im Ansatz zu ersticken. Der Leser kommt nicht umhin zu begreifen, dass es seitens der westlichen Industrienationen, allen voran die letzte noch verbliebene militärische Großmacht USA, nicht nur keinerlei ernsthafte Versuche gab, z.B. den Krieg am Golf, als auch den sogenannten Kosovo-Krieg zu verhindern, sondern wie man gerade diese Kriege unbedingt gewollt und systematisch vorbereitet hat, um eines einzigen Zieles Willen: "Die Verwandlung der Erde in ein globales Wirtschaftsnetz, dessen Fäden spinnengleich von den USA selbst gewoben und gezogen werden." - Drewermann versucht, wie kaum ein anderer prominenter Schriftsteller, deutlich zu machen, dass sämtliche heutige, als sogenannte "friedenserhaltende Maßnahmen" getarnte Militäraktionen der USA und deren gefolgsamen Anhängseln Deutschland, England und Frankreich, ausschließlich dazu dienen, den Zugriff auf noch vorhandene Energie-Ressourcen zu sichern und Absatzmärkte zu schaffen, die wiederum dazu dienen sollen, westlichen Wirtschaftsinteressen zu genügen. Wer Drewermann kennt, weiß, dass er sich nicht mit fundierter Kritik an der Kriegstreiberei westlicher Industrienationen zufrieden gibt, auch in diesem Buch wird sein Anliegen deutlich, die auf verschiedenen Ebenen sich etablierenden, allgemeingültigen Gründe zum Kriegführen aufzuzeigen und Vorschläge zu deren Überwindung zu machen. Wie entstehen auf individueller, gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Ebene immer wieder die Bereitschaft zum Krieg und wie lassen sich die zunehmende Kriegsbereitschaft und Kriegsbefürwortung im Rahmen einer sinnvollen und praktikablen Friedenspolitik und -pädagogik überwinden? Alle diese Aspekte, die bereits in dem sehr umfangreichen Buch  "Jesus von Nazareth - Die Befreiung zum Frieden"  sehr ausführlich aufgezeigt und diskutiert werden, werden hier angesprochen. Darüber hinaus wurde als weiterer, sehr wichtiger Beitrag, eine Rede zum Thema "Antisemitismus aus psychoanalytischer Sicht" mit aufgenommen, die Drewermann im April 1994 in Paris gehalten hat.
 

"Wie zu leben wäre" - Ansichten und Einsichten  -  2002
 

"Und der Fisch spie Jona an Land"  -  2003


"Das Johannes- Evangelium" - Bilder einer neuen Welt  - 2 Bände, 2003


"Wenn die Sterne Götter wären" - Kosmologie und Glaube  -  2004

Ein sehr ausführliches und auf der Grundlage des Buches "Im Anfang... - Die moderne Kosmologie und die Frage nach Gott" geführtes Gespräch zwischen Jürgen Hören (SWR2-Kulturredaktion) und Eugen Drewermann, in welchem es im wesentlichen um die Frage geht, ob und wie sich der Glaube an einen personalen Gott angesichts der Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften, hier besonders natürlich der modernen Physik, noch aufrecht erhalten und sinnvoll vermitteln läßt. Diese Frage und ihre Erörterung ist nicht zuletzt deshalb sehr interessant, weil Drewermann bekanntlich der amtskirchlich nach wie vor aufrecht erhaltenen Schöpfungstheologie ausdrücklich eine klare Absage erteilt: "Man braucht Gott nicht mehr, um zu erklären, warum es das Sonnensystem gibt, man braucht Gott nicht mehr, um zu erklären, warum es das Leben auf der Erde gibt, und man braucht ihn auch nicht mehr, um zu erklären, warum es uns Menschen gibt.” -
Entlang der Fragen was Sterne sind und wie entstehen, über die Hypothesen zur Entstehung des Mondes und seiner wichtigen Bedeutung für die Entstehung und Erhaltung des Lebens auf der Erde, die Entstehung und den Aufbau des Kosmos, was sind Supernovae und die sogenannten Schwarzen Löcher, bis hin zu den Grundlagen der Einsteinschen Relativitätstheorie und der Quantenphysik, entfaltet Drewermann einen sehr sachkundigen Streifzug durch die Wissenschaftsgeschichte, die zu den wichtigsten Theorien und dem heutigen Wissen  der modernen Physik geführt haben. Hilfreich sind die an vielen Stellen eingefügten Hinweise auf die sehr viel umfangreicheren Ausführungen der jeweiligen Themen in dem Buch "Im Anfang...", zu welchem dieses Gespräch geführt wurde.


"Die vier Evangelien"  -  In der eigenen Übersetzung von Eugen Drewermann  -  2004
 

"Moby Dick oder: Vom Ungeheuren, ein Mensch zu sein"  -  Eine tiefenpsychologische Deutung  -  2004


"Von der Macht des Geldes" - Märchen zur Ökonomie  -  2007


"Die Seligpreisungen"  -  2008


"Wer hat, dem wird gegeben"  -  Die Gleichnisse Jesu  -  2008
 

"An den Grenzen der Medizin"  -  Märchen von Heilung und Hoffnung  -  2008


"Das Drewermann-Lesebuch"  -  2009  -  Hgg. von von Jörg Fündling, Heribert Körlings
 

"Das Lukas-Evangelium"  -  Band I "Die Weihnachtsgeschichte" - Band II "Passion und Ostern"  -  2009
 

"Die Zehn Gebote"  -  2010


"Heimkehrer aus der Hölle"  -  Märchen von Kriegsverletzungen und ihrer Heilung  -  2010
 

"Wir glauben, weil wir lieben"  -  Woran ich glaube  -  2010

Anläßlich seines 70. Geburtstages blickt Drewermann auf sein Leben zurück und erläutert die Entwicklung seines Denkens und seinen Glauben
 

"Die Apostelgeschichte"  -  Wege zur Menschlichkeit  -  2011
 

"Die vier Evangelien und die Apostelgeschichte" - Übersetzt von Eugen Drewermann  -  2011

Drewermanns eigene Übersetzungen der vier Evangelien und der Apostelgeschichte liegen nun in einem Band vor


"Die großen Fragen"  -  Eugen Drewermann und Michael Albus im Gespräch  -  2012

Dieses Buch basiert auf mehreren Gesprächen zwischen Eugen Drewermann und Michael Albus und behandelt die Themen Angst, Liebe, Tod, Leid, Freiheit, Schicksal, Macht, Gewalt, Schuld, Gott, Seele und Traum. Zusätzlich enthält es eine kleine Überlegung zu der Frage Was wird aus der Welt, was wird aus mir? - Michael Albus führt jeweils kurz in die Themen ein, welche dann ausführlich von Eugen Drewermann erläutert werden.

 


"Glauben in Freiheit"
  -  7 Bände, 1993-2007

1:    "Tiefenpsychologie und Dogmatik: Dogma, Angst und Symbolismus"  -  1993
2:    "Jesus von Nazareth – Die Befreiung zum Frieden" -  1996
3/1: "Der sechste Tag – Die Herkunft des Menschen und die Frage nach Gott"  -  1998
3/2: " ... und es geschah so - Die moderne Biologie und die Frage nach Gott"  -  1999
3/3: "Im Anfang... - Die moderne Kosmologie und die Frage nach Gott" -  2002
4/1:
"Atem des Lebens - Die moderne Neurologie und die Frage nach Gott"  Das Gehirn  -  2006
4/2: "Atem des Lebens - Die moderne Neurologie und die Frage nach Gott"  Die Seele  -  2007



Band 1: "Tiefenpsychologie und Dogmatik" - Dogma, Angst und Symbolismus

Im ersten Band seiner "Glauben in Freiheit"-Trilogie, Drewermanns systematisch-theologischer "Anti-Dogmatik", welche er dem veralteten und stark verkürzten Welt- und Menschenbild der Kirche gegenüberstellt, wird aufgezeigt, dass die Ablösung von den Machtanmaßungen und den unglaubwürdig gewordenen und angstverfestigten Kirchendogmen keineswegs die Abkehr von jeglichem religiösen Suchen und Fragen bedeutet. Drewermann gibt sich überzeugt, dass nicht das religiöse Bewußtsein im Schwinden begriffen ist, wie gewisse Kirchenvertreter immer wieder beklagen, wohl aber die Bindung an den amtskirchlich vorformulierten und im Status der Unfehlbarkeit vorgeschriebenen Kirchen- und Dogmenglauben. Mit vielen Einblicken in die Religionsgeschichte und unter Einbeziehung von Erkenntnissen der Biologie, Soziologie, Verhaltensforschung, Existenzphilosophie und Tiefenpsychologie, wird hier beschrieben, wie die Anschauungsweisen und Ausdrucksformen der Religion aus der menschlichen Psyche im Laufe der Evolution über Jahrmillionen der Entwicklung hervorgegangen sind. Nach einer ausführlichen Einführung in die Themenschwerpunkte folgen verschiedene Betrachtungen zum Thema "Kirchliche Sozialpsychologie", indem zunächst Freuds Theorie von der Kirche als einer Art "zwangsneurotischer Urhorde" aufgegriffen wird, um dann über Theodor Reiks Konzept vom "Dogma als Zwangsidee" den geistigen und psychischen Ursachen für amtskirchlichen Dogmatismus und Fanatismus nachzugehen. Darauf folgen theologische und tiefenpsychologische Betrachtungen zu der "Theologie Karl Rahners" und der "Gnosis".

Im zweiten Abschnitt des Buches geht es um die "Bilder des Unbewußten". Mit den Mitteln der Psychologie, der Biologie, der Soziologie und der Hirnphysiologie, versucht Drewermann  dem "Wesen des Religiösen" auf den Grund zu gehen. Ausführlich widmet er sich des weiteren dem Phänomen der Angst, indem er diese aus der Sicht der Psychoanalyse, der Verhaltensforschung und der Existenzphilosophie beleuchtet. Daran schließt sich eine Betrachtung der "Archetypen von Vater und Mutter" an. Abschließend werden Wesen und Funktion des Symbolismus behandelt. Nach einer kleinen Einführung in die religiöse Symbolsprache, stellt Drewermann die Zentralsymbole der Religion den in der Neurosenlehre beschriebenen Grundängsten, also Schizoidie, Hysterie, Depression und Zwangsneurose, als Antworten gegenüber.

Schritt für Schritt wird der Leser an die Tatsache herangeführt, dass Religiosität und Glaube nicht an einen bestimmten Typ von Religion oder Konfession gebunden sind und sein dürfen, sondern, dass sie letztlich aus bestimmten, in den Tiefenschichten der Psyche verankerten Bildern hervorgehen, welche zeitlos und universell gültig sind.
Drewermann begreift den Glauben als "Ich-Funktion", die sich gründen sollte auf "Freiheit und Erfahrung, Sensibilität und Selbständigkeit, Eigenverantwortung und Realitätssinn, Traum und Phantasie, mithin auf Lieben und Hoffen, Nachdenken und Zweifeln, Entwerfen und Argumentieren", nicht aber "auf eine Reihe stabilisierender Faktoren der Außenlenkung und der Über-Ich-Zensur wie: Strafangst und Autoritätshörigkeit, Meinungskonformität und Gruppenzwang, Triebunterdrückung und Entwicklungsfixierung". - Weder ein amtskirchlicher Absolutheitsanspruch, noch eine Verfestigung und Erstarrung in Kirchendogmen lassen sich auf den hier zusammengetragenen Erkenntnisse gründen.




Band 2: "Jesus von Nazareth" - Die Befreiung zum Frieden


Kann die friedensstiftende Botschaft des Jesus von Nazareth so in unseren Alltag übersetzt werden, dass nach 2000 Jahren Christentum eine Befreiung vom scheinbar unüberwindbaren Zwang zu Gewalt und Krieg tatsächlich möglich wird? - "Wir müssen einmal versuchen, die Botschaft Jesu aus der Schönrednerei der Sonntagspredigt herauszunehmen; wir müssen uns auf den verschiedenen Ebenen fragen, wie das, was Jesus war und wollte, beitragen kann, zur Befriedung der Welt."
Die "verschiedenen Ebenen", das bedeutet einen auf über 800 Seiten entwickelten und auf den Worten des Jesus v. Nazareth aufbauenden, interdisziplinären Dialog von Verhaltensforschung , Individual- und Sozialpsychologie, Gruppendynamik und der Ökonomie. Drewermann zeigt auf, wie zerstörerisch und kriegsfördernd eine Politik und ein Wirtschaftsystem wirken müssen, die einzig noch der Durchsetzung des gesellschaftlichen Gruppenegoismus dienen, und er gibt Hinweise, wie eine sinnvolle Friedenspädagogik im Umgang mit unseren Kindern aussehen müßte. Ausführlich schildert er darüber hinaus den engen Zusammenhang von Dichtung, Religion und Therapie. Abgerundet wird dieses vielseitige und informative Werk durch die Deutung einiger mythischer Szenen der Bibel, indem etwa die Erzählung vom "Sündenfall" und die Bilder von "Tod und Auferstehung" auf ihre ursprüngliche Entstehungsgeschichte zurückgeführt und im Bezug zu den Problemen der Gegenwart aktualisiert werden. Jenseits der althergebrachten Dogmensprache abergläubischer Bibelinterpretation, stellt dieses Buch ein ergreifendes Plädoyer für den Frieden dar - für den Frieden mit uns selber, zwischen den Menschen und mit der Natur in der wir leben. 
[Siehe auch die Buchbesprechung zu "Reden gegen den Krieg" ]


Band 3, 1.Teil: "Der sechste Tag" - Die Herkunft des Menschen und die Frage nach Gott


In diesem Buch wird sehr detailliert die Entwicklungsgeschichte des Menschen beschrieben und parallel dazu die Frage gestellt, ob sich die Vorstellung eines allmächtigen Schöpfergottes angesichts der Erkenntnisse der Naturwissenschaften und der vielen Widersprüche in der Natur noch rechtfertigen läßt. Andererseits dürfen Drewermanns Meinung nach das Wissen auf dem Gebiet der Anthropogenese und unsere immer genaueren Kenntnisse der Funktionsweisen der Natur nicht dazu führen, uns religiös zu vernichten. Die wichtigste These, die den fortschreitenden Atheismus begründet, faßt Drewermann so zusammen: "Ein Gott der eine Wahl hätte, der als Bewußtsein und Freiheit existiert und bei der Erschaffung dieser Welt alternativisch hätte vorgehen können, müßte sich messen lassen an dem, was zur Freiheit gehört, an bestimmten Vorstellungen der Moral, und er dürfte von dieser Betrachtung aus eine solche Welt, wie die unsere, gar nicht erschaffen haben."
Da der Widerspruch zwischen einer grausamen Natur im Gegensatz zu unserem Empfinden von Schönheit und Liebe in der biblisch-christlichen Schöpfungstheologie nicht aufgelöst werden kann, setzt Drewermann als Antwort auf die religiöse Sinnentleerung die Erfahrung östlicher Mystik - eine Mystik der Leere, der Liebe und des Augenblicks.
(Lesen Sie dazu auch den Artikel
  "Ein Weltgebäude ohne Architekt" auf Seite 2 )



"Atem des Lebens" - Die moderne Neurologie und die Frage nach Gott

1: Das Gehirn, 2006, 750 Seiten
2: Die Seele, 2007, 1000 Seiten

Seit einiger Zeit erlangt der Begriff der "Neurotheologie" immer größere Bedeutung. Mit seinem neuesten Werk hat Eugen Drewermann erneut eine außerordentlich dichte und vielseitige Zusammenstellung naturwissenschaftlicher Fakten vorgelegt, worin er den momentanen Erkenntnisstand der Neurologie zusammengefaßt  und mit uralten Fragestellungen verknüpft. Erneut untermauert er die Notwendigkeit von Religion und ihre eigentliche Bestimmung: Die wahre Bedeutung der Religion beginnt da, wo alle Naturwissenschaft an ihre Grenzen stößt - Daseinsdeutung, Sinnstiftung und - jenseits aller Dogmatik - bestimmte Erfahrungsräume der Freiheit zu ermöglichen und Bilder der Hoffnung anzubieten. Die Naturwissenschaften sind vollkommen außerstande auf Fragen nach unserem individuellen Dasein und seiner jeweiligen Sinngebung, oder der Frage nach unserem Umgang mit der Vergänglichkeit von Allem zu antworten. Zugespitzt auf die Gottesfrage ist Drewermann überzeugt, dass sich Gott nicht in den Erregungsmustern bestimmter Hirnregionen oder in der Ausschüttung bestimmter Neurotransmittermengen beobachten läßt.
Wir können mit bestimmten Verfahren zwar durchaus abbilden, wie sich unser Gehirn verändert wenn wir z.B. meditieren oder beten, aber die individuelle und rein subjektive Bedeutung der Meditation oder des Gebets läßt sich nicht darstellen oder messen. Die drei Grundfragen des Immanuel Kant, 'Was ist der Mensch, was muss ich tun, was darf ich hoffen', lassen sich nicht an die Naturwissenschaft delegieren, sondern bedürfen philosophischer und letztlich auch religiöser Antworten, denn: "Die Welt wäre ein ewiger Sarg, wenn es die Bilder der Religion nicht gäbe". Diese Überzeugung trägt und durchzieht Drewermanns Gesamtwerk von den ersten geschriebenen Zeilen an. Ganz in diesem Sinne plädiert er dafür, die Erkenntnisse der modernen Naturwissenschaften in einer sinnvollen Synthese mit Religion und Theologie zusammenzuführen, um eine wirklich glaubhafte und sinnstiftende Form der Religiosität zu begründen, in welcher viele heute noch sehr verbreitete Erscheinungsformen des Aberglaubens endgültig keinen Platz mehr haben, indem sich der Anteil der Aufklärung im Bewußtsein der Menschen verstärkt. Als konkretes Beispiel dient der Hinweis darauf, dass unter Papst Johannes Paul II über 30.000(!) Teufelsaustreibungen im Vatikan durchgeführt wurden. Solche Formen des magischen Denkens und eines desintegrativen Menschenbildes, worin Gott oder Teufel immer wieder mit innerweltlichen Erscheinungen in Verbindung bringen, konnte die Psychoanalyse alleine offenbar nicht aus der Welt schaffen.

Es bleibt zu hoffen, dass die von Eugen Drewermann vorgelegte Synthese von Theologie, Religion und Naturwissenschaften, in Verbindung mit Psychoanalyse und Verhaltensforschung und der Neurowissenschaft, als enorme geistige Integrationsleistung in einer größeren öffentlichen Diskussion wahrgenommen und gewürdigt wird. Fragen der Naturwissenschaft und der Religion sind zwar grundverschieden, gehören nach Drewermann aber als Verschiedene untrennbar zusammen. Mit seinem neusten Werk hat Eugen Drewermann, von der katholischen Kirche geächtet und bis heute nicht rehabilitiert, seine Position als fortschrittlichster und redlichster Theologe der Gegenwart neu begründet.


Ankündigung des Verlages:

Drewermann, Eugen: Atem des Lebens - Die moderne Neurologie und die Frage nach Gott. 

Gehirnforschung und Gottesglaube
• Die Antwort auf das »Gottes-Gen«
• Das Grundlagenwerk zum Grenzbereich von Neurologie, Theologie, Philosophie und Anthropologie
• Hat Gott das Gehirn geschaffen oder schafft das Gehirn Gott?

Viele Geheimnisse des menschlichen Gehirns sind dank modernster Geräte und Methoden gelüftet. Die biochemischen Prozesse, die Denken, Lernen oder Träumen ermöglichen, sind heute recht exakt beschrieben. Aber was bleibt vom Menschen? Ist er die Summe von Nervenverschaltungen? Können wir noch sinnvoll von Seele und Bewußtsein reden? Ist der Mensch überhaupt frei? Und wie steht es um den Glauben an Gott?
Im ersten Band seines Grundlagenwerkes geht Drewermann unter Rückgriff auf die Hirnforschung auf Anatomie und Physiologie des Gehirns ein. Er erklärt wichtige Leistungen wie Lernen, Träumen, Wahrnehmen, Fühlen, Leiden und Lieben. Theologische und anthropologische Fragestellungen werden in die Darstellung mit einbezogen: was verbindet Konditionierung und Aberglaube, wie sieht der Zusammenhang von gestörter Wahrnehmung, Täuschung und Wahrheit aus? - Der zweite Band erscheint im Januar 2007. Ausgehend von Phänomenen wie Angst, Depression und Suchtverhalten fragt Drewermann nach der Seele und nach Gott. Stellen sich die uralten Fragen der Menschheit nach Gott und der Seele in Zeiten des Gottes-Gens oder Gottesmoduls völlig neu? Haben wir es mit Nebeneffekten von evolutionär ausgebildeten Hirnfunktionen zu tun? Drewermann stellt klar, dass die Ideen »Gott«, »Freiheit« und »Unsterblichkeit« nicht obsolet sind. Die Frage nach dem Menschen und dessen Lebensfragen werden nicht neurologisch stillgestellt. - © Patmos



Aufzählung Tiefenpsychologische Märcheninterpretationen:

Grimms Märchen:

"Das Mädchen ohne Hände" - 1981
"Frau Holle" - 1982
"Der goldene Vogel" - 1982
"Schneeweißchen und Rosenrot" - 1983
"Marienkind" - 1984
"Die Kristallkugel" - 1985
"Die kluge Else / Rapunzel" - 1986
"Der Trommler" - 1987
"Brüderchen und Schwesterchen" - 1990
"Der Herr Gevatter / Der Gevatter Tod / Fundevogel" - 1990
"Lieb Schwesterlein, laß mich herein"  -  1992
"Aschenputtel" - 1993
"Die zwei Brüder" - 1995
"Schneewittchen" - 1997
"Hänsel und Gretel" - 1997
"Der Wolf und die sieben Geißlein / Der Wolf und der Fuchs"  -  2000
"Der Froschkönig"  -  2003


Die meisten der älteren oben aufgeführten Bände sind inzwischen neu aufgelegt worden.
 

         Als Sammelbände im Taschenbuchformat sind erschienen:

"Lieb Schwesterlein, laß mich herein"  -  1992

Enthalten sind:
- Das Mädchen ohne Hände
- Marienkind
- Der Trommler
- Brüderchen und Schwesterchen
- Die kluge Else
- Frau Holle

"Rapunzel, Rapunzel, laß dein Haar herunter"  - 1992

Enthalten sind:
- Schneeweißchen und Rosenrot
- Der goldene Vogel
- Die Kristallkugel
- Rapunzel
- Dat Mäken von Brakel
- Meister Pfriem
- Der Herr Gevatter
- Gevatter Tod
- Fundevogel


"Hänsel und Gretel  -  Aschenputtel  -  Der Wolf und die sieben Geißlein"  -  2003


"Vom Weg der Liebe"  -  2011

Enthält:
- Aschenputtel
- Schneewittchen
- Marienkind
 

Aufzählung Andere:

"Der Kleine Prinz"  - Das Eigentliche ist unsichtbar  - 1984 - Interpretation des Märchens von Antoine de Saint-Exupery.

"Und gäbe dir eine Seele" - Die kleine Meerjungfrau

Zusätzlich zu der Märcheninterpretation enthält dieser Band auch die Biographie von Hans-Christian Andersen - 1998
Dieses Buch ist im Jahre 2003 unter dem Titel "Liebe, Leiden und Unsterblichkeit" als Taschenbuch erschienen.



Aufzählung Zusammenstellung von Predigten, Gesprächen und Interviews:

"Der offene Himmel"  -  Predigten zu Advent und Weihnachten, hgg. v. Bernd Marz - 1990
 

"Worte für ein unentdecktes Land"  -  Hg. v. Karin Walter - 1990
 

"Leben, das dem Tod entwächst"  -  Predigten zur Passions- und Fastenzeit, hgg. v. Bernd Marz - 1991
 

"Was uns Zukunft gibt"  -  1991
 

"Zwischen Staub und Sternen"  -  Predigten im Jahreskreis - 1991
 

"Daß alle eins seien"  -  Predigten zw. Himmelfahrt und Dreifaltigkeitsfest, hgg. v. Bernd Marz - 1992
 

"Wenn der Himmel die Erde berührt"  -  Predigten über die Gleichnisse Jesu - 1992


"Gespräche über die Angst"  -  Drewermann im Gespräch mit Jürgen Jeziorowski - 1992
 

"Die Bibel auf der Couch  - Von Drewermann lernen"  -  Von Cesare Marcheselli-Casale - 1992


"Der Weg des Herzens - Gewaltlosigkeit zw. d. Religionen"  -  Drewermann im Gespräch mit dem Dalai Lama - 1992


"Wort des Heils, Wort der Heilung"
- Gespräche und Interviews, 4 Bände, 1988-93

In diesen vier Bänden sind Gespräche, Interviews und Aufzeichnungen von Radiosendungen dokumentiert, die zwischen 1982
und 1991 entstanden sind.

1: "Von der befreienden Kraft des Glaubens"
  
Enthalten sind u.a.:
- Der tödliche Fortschritt - Gespräch mit Edgar Lück zum gleichnamigen Buch
- Das Böse im Märchen, das Böse in uns - Im Gespräch  mit Edgar Lück erörtert Drewermann anhand verschiedener Märchenmotive das   Phänomen des vermeintlich Bösen.
-Wege und Umwege der Liebe - von den Voraussetzungen geglückter Beziehungen - Gespräch mit Monika Kemen zum zweiten Band von "Psychoanalyse und Moraltheologie"
- Die biblische Geschichte vom Sündenfall und Tiefenpsychologische Bibellektüre - Dokumentation von zwei Gesprächen zwischen Hildegard Lüning und Drewermann zu dessen tiefenpsychologischer Bibelinterpretation
- Theologie und Psychologie - Drewermann im Gespräch mit Michael Albus

2: "Reden von Gott"

Enthalten sind u.a.:
- Schneeweißchen und Rosenrot - Ausführliches Gespräch mit Hildegard Lüning zur tiefenpsychologischen Interpretation des Märchens
- Das Hohelied der Liebe - Drewermann im Gespräch mit Hildegard Lüning und Herbert Haag über Geschichte und Wirkung der altisraelitischen Sammlung von Liebesliedern aus dem Alten Testament
- Rückkehr zu den Mythen? - Drewermann im Gespräch mit Volker Hochgrebe, dem Religionspädagogen Siegfried Vierzig und dem Klinikpfarrer Bernd Jaspert zum Mythenverständnis
- Gespräch über den Tod - Im Gespräch mit Hans-Josef Dreckmann erörtert Drewermann das Verhältnis zu Tod und Trauer in unserer Gesellschaft

3: "Bilder der Bibel - Bilder des Lebens"
  
Enthalten sind u.a.:
- Der Wolf im Schafspelz - Auf der Grundlage des Buches "Der Krieg und das Christentum" erörtert Drewermann im Gespräch mit Lorenz Marti das Verhältnis von Friedenswillen und die Bereitschaft zur Gewaltanwendung zur Friedenssicherung im Christentum
- Eine Verwüstung ohnegleichen - Im Gespräch mit Erika Ahlbrecht-Meditz erörtert Drewermann das Naturverständnis des Christentums. Eine der Hauptursachen der zunehmenden Naturzerstörung  sieht Drewermann in einer bestimmten Geisteshaltung, welche ausbeuterisches und aggressives Verhalten der Natur gegenüber quasi für gottgegeben betrachtet, indem sie rein anthropozentrisch alleine den Menschen zum Ziel der Evolution erklärt
- Auferstanden von den Toten? - Aufzeichnung einer Rundfunksendung mit Drewermann, Jürgen Hoeren und Radiohörern zum Verständnis einer legendären Bibelerzählung

4: "Die Kraft der Bilder"

Enthalten sind u.a.:
- Wovon kann der Mensch erlöst werden? - Drewermann im Gespräch mit Josef Sudbrack
- Zwischen Gott und Psyche - Gespräch mit M.J. Schulz
- Fragen an den Autor: Kleriker - Psychogramm eines Ideals - Gespräch mit Heinrich Kalbfuß und Radiohörern zum gleichnamigen Buch
- Tiere und Menschen - Diskussion zwischen Drewermann, Wolfgang Apel / Geschäftsführer Deutscher Tierschutzbund und
  Klaus Gärtner / Professor f. Versuchstierkunde und Leiter eines Tierversuchslabors
- Die Kraft der Bilder - Drewermann im Gespräch mit Schülern eines Berliner Gymnasiums
 

"Sind Propheten dieser Kirche ein Ärgernis?" - Drewermann im Gespräch mit Felicitas von Schönborn  -  1993
 

"Rebell oder Prophet?"  -  Drewermann im Gespräch mit Felicitas von Schönborn  -  1993
 

"Welches Credo?"  -  Drewermann im Gespräch mit E. Biser, hgg. v. Michael Albus  -  1993
 

"Ich lasse Dich nicht, Du segnest mich denn"  -  Predigten zum 1. Buch Mose  -  1994
 

"Laßt Euch die Freiheit nicht nehmen - Für einen offenen Dialog in der Kirche"  -  1995

Dokumentation einer Podiumsdiskussion in Zürich vom 11.05.1992 unter dem Titel "Das Kreuz mit der Kirche". Dialogisch erörtern Drewermann und Herbert Haag ihre Schwierigkeiten und Verbundenheiten mit Kirche und Christentum. Zusätzlich enthalten sind die Reden beider Theologen anläßlich der Verleihung des "Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche" an Drewermann.
 

"Näher zu Gott, nah bei den Menschen"  - 1996

Im Gespräch mit Gwendoline Jarczik bekommt Drewermann die Gelegenheit, sehr anschaulich und ausführlich seine wichtigsten Überzeugungen und Thesen darzulegen. Aufgrund der präzisen Schilderung seiner Lebensgeschichte, stellt diese übersichtlich gestaltete Dokumentation eine sehr gute Einführung in sein Denken und Werk dar und bietet auch etwas erfahreneren Lesern eine gute Weiterführung.
 

"Der Traum von Menschlichkeit"  -  Gespräche mit Eugen Drewermann und Jacques Gaillot  -  1997
 

"Das Königreich Gottes in unserer Seele"  -  Predigten über die Bücher Samuel und Könige  -  1999
 

"Tröstet, tröstet mein Volk"  -  Predigten zu der Botschaft von Elija und Jesaja, hgg. v. Bernd Marz  - 1999
 

"Gedanken des Friedens, nicht des Leidens"  -  Die Botschaft des Propheten Jeremia, hgg. v. Bernd Marz  -  2000
 

"... auf dass ihr wieder leben sollt"  -  Die Botschaft des Propheten Ezechiel  -  2001
 

"Und der Fisch spie Jona an Land"  -  Das Buch Jona tiefenpsychologisch gedeutet  -  2001
 

"Taten der Liebe"  -  Meditationen über die Wunder Jesu  -  Neuauflage 2002


Sonstige Veröffentlichungen:

"Das Eis schmilzt"  -  Videodokumentation  - 1992
 

Aufzählung CD's:

"Eugen Drewermann liest aus seinen Büchern"  - 1995

Texte aus den Büchern "Dein Name ist wie der Geschmack des Lebens"; "Reden gegen den Krieg" und "Was ich denke", mit Musik
von Toto Blanke, ca. 60 min.

"Von Tieren und Menschen"  -  Zu dem gleichnamigen Buch, mit Musik von Toto Blanke, ca. 75 min  - 1998


"Vom Leben des Menschen"  -  Vorlesungen zu verschiedenen Themen, z.B. "Angst"; "Hoffnung" und "Depressionen"
Doppel -CD, ca. 115 min.  - 1998
 

"Andreas Reibenspies singt einen Liederzyklus von A.K. Böhm"  -  Nach Gedichten von Eugen Drewermann 1999
 

"Frau Holle und andere Märchen tiefenpsychologisch gedeutet"  -  Mit Musik von Toto Blanke
 

"Redefreiheit - Glaube, Traum und Schöpfung"  -  Eugen Drewermann kommentiert ausgewählte Texte  -  2010

In der monatlichen Sendung Redefreiheit des Nordwestradios führt Drewermann anhand von ihm selber ausgewählter Texte in das jeweilige Thema ein. Diese CD bietet eine Zusammenstellung von wie immer sehr kenntnisreichen Erläuterungen zu Texten von Sören Kierkegaard, Martin Buber, Albert Schweitzer, Manfred Hausmann, Charles Darwin, Iwan Sergejewitsch Turgenjew, Richard Dawkins
 

Aufzählung CD-Rom:

"Albert Schweitzer - Tatsachen"

Zusammen mit einem sehr schön gestalteten Begleitbuch erschien im Jahre 2000 diese Einführung in Leben, Denken und Werk Albert Schweitzers. Die CD-Rom enthält mehrere Videosequenzen mit Eugen Drewermann, diese Texte sind auch im Begleitbuch abgedruckt. Buch und CD-Rom können beim 
Albert Schweitzer-Zentrum  bestellt werden.
 

Aufzählung Theateraufführung:

"An Euren Gott wird niemand mehr glauben"

Auf der Grundlage seines Buches "Giordano Bruno - Der Spiegel des Unendlichen", schrieb Drewermann dieses Theaterstück, das einen Tag im Leben des von der Kirche verbrannten Dominikanermönches Bruno zum Thema hat und das 1994 von den Deutschen Kammerspielen uraufgeführt wurde.
 

       

Aufzählung Sekundärliteratur:

"Tiefenpsychologie und keine Exegese"  -  Streitschrift zu Drewermanns Bibelauslegung, von Gerhard Lohfink und Rudolf Pesch  - 1988

"Tiefenpsychologische Deutung des Glaubens?"  -  Kritische Anfragen an Drewermann  - 1988

"Kirche und Glaube auf der Couch"  -  Zusammenstellung von Presseveröffentlichen und Interviews zur Auseinandersetzung um Drewermann, hgg. v. Hartmut Meesmann - 1990

"Drewermann verstehen" - Eine kritische Hinführung  -  Von Gregor Fehrenbacher - 1991

"Dokumentation zur jüngsten Entwicklung um Eugen Drewermann"  -  Hg. v. Hermann-Joseph Rick - 1991

"Der Fall Drewermann"  -  Zusammenstellung ausgewählter Pressestimmen - 1991

"Der Streit um Drewermann"  -  Sammlung kritischer Aufsätze, hgg. v. B. Benedikt u. A. Sobel - 1992

"Glauben aus Leidenschaft"  -  Von Reinhold Gestrich - 1992

"Texte und Träume"  -  Ein Gang durch das Markusevangelium in der Auslegung des Eugen Drewermann - 1992

"Der Streit um den Glauben geht weiter"  -  Von Jürgen Jeziorowski - 1992

"Brücken zu Eugen Drewermann?"  -  Vom Konflikt zur Sache, Hg. v. Gebhard Fürst - 1993

"Phänomen Drewermann"  -  Von Uwe Birnstein u. Klaus-Peter Lehmann - 1994

"Antwort auf den Mythos Drewermann"  -  1994

"Drewermann und die biblische Exegese"  -  Eine methodisch-kritische Analyse, von Jörg Frey - 1995

"Die Bibel neu entdecken"  -  Von Bernhard Lang - 1995

"Das verlorene Paradies des Eugen Drewermann"  -  Antwort eines Laien an einen Theologen, von M. Farine - 1996

"Theologische Anthropologie bei Eugen Drewermann"  -  Von Angst, uralten Bildern und befreiender Beziehung
von Klaus Strohmaier  -  1996

"Archetyp und Offenbarung"  -  Die Archetypenlehre C.G. Jungs im Rahmen von Drewermanns Offenbarungskonzeption
Von Thomas Schnelzer - 1999

"Drewermann und das Problem der gegenwärtigen Sinnkrise"
Eine religionssoziologische Untersuchung von Christel Gärtner - 2000

"Mit Drewermann Religion unterrichten"  -  Texte, Erläuterungen und Materialien, Lehrbuch mit DVD von Jörg Jesper  -  2010

"Gott ohne Angst"  -  Einführung in das Denken Drewermanns von Matthias Beier  -  2010
 

Einige der hier aufgeführten Veröffentlichungen sind evtl. nicht mehr im Handel erhältlich, ich habe sie dennoch mit aufgenommen, da die meisten vergriffenen Ausgaben immer wieder neu aufgelegt werden, oder über Antiquariate erhältlich sind. - Neben  ebay  empfehle ich  booklooker.de  und das "Zentrale Verzeichnis antiquarischer Bücher"  ZVAB

       

Aufzählung Linkliste  Videos, Vorträge, Artikel, Interviews, Rezensionen und Presseberichte:



Vortragsabschriften:


"Jesus und das Geld - zwischen Gott und Mammon"  -  (PDF-Dokument)

"Vom Nutzen des Unnützen – oder: Warum Griechisch?"  -  Vortrag vom Gräzistentag 2010

"Man hat uns hinein gelogen in die humanitären Kriege" - Ostermarschrede v. 8.04.07

Rede von Eugen Drewermann vom 27.10.01 in Paderborn zum 11.September, Krieg und Terrorismus:
"Einen Ausweg suchen aus der Blutmühle von Aktion und Reaktion, von Gewalt und Gegengewalt"

 


Interviews:

"Neurologen sollen die Aufklärung fortsetzen"  -  Interview zur sogenannten "Neurotheologie"

"Denkanstöße"  -  Gespräch mit Drewermann zu den Themen Anthropozentrik, Überbevölkerung, Ausbeutung der Natur, etc.

Zu dem Buch "Märchen zur Ökonomie"

Zum Papstbesuch in Deutschland

Spiegel-Interview: "Warum Bush diesen Krieg führen muss" - Teil 1 - Teil 2 (Spiegel-Archiv)

Interview zum Medien-Wahlkampf, Ursachen von Terrorismus, amerikanische Kriegspolitik und Grundlagen für den Weltfrieden

GEO-Interview: "Gibt es Engel wirklich?"

Interview der Zeitschrift "Wohnungsloser"

Interview auf "sandammeer.at": Liebe oder wie der Mensch sein Glück findet

"Katholische Kirche muss von der Reformation lernen!"  -  Deutschlandradio-Interview vor der Papstwahl

"Der liebe Gott sieht alles" - Interview zu den Vorfällen im Priesterseminar St. Pölten, 25.07.04



Videos:

"Jesus von Nazareth - Bilder eines Menschen"  -  Literarischer Salon Hannover, mit anschließender Diskussion

"Dostojewski und die Macht des Geldes"  -  Aufgenommen in der Spielbank in Wiesbaden  -  Abschrift des Vortrags

Video: Aufzeichnung eines Vortrages zu dem Buch "Die Macht des Geldes - Märchen zur Ökonomie"
Vier Teile und Antworten auf Fragen aus dem Publikum (Sehr lohnenswert!)

Drewermann auf den Spuren Giordano Brunos, dem "Ketzer von Nola": Teil I  -  Teil II



Artikel und Stellungnahmen:

"Mehr Menschlichkeit mit Tieren"  -  Ein brillanter Artikel zur christlich-abendländischen Ethik im Umgang mit Tieren

Von Propagandalügen und dem Fall ins Desaster

Afghanistan-Kundgebung v. 20.02.2010 in Berlin

Der Tagesspiegel: "Katholische Sexualmoral ist repressiv"

"Lesen Sie vom Propheten Jona, Mr. President!" - Artikel zum bevorstehenden Irak-Krieg v. 14.03.2003

"Stahlhelm-Pazifismus" - Artikel zum Kosovo-Krieg

"Muß man nicht Krieg führen gegen solche Ungeheuer?" - Grundsatzartikel zum modernen Krieg, über Ursachen und Hintergründe

Artikel zu den politischen und wirtschaftlichen Folgen westlichen "Sicherheitsdenkens"

"Päpstlicher Rigorismus" - Artikel zur Abtreibungsdebatte

"Die Kirchen versagen, die Sekten gedeihen"

"Religion ist ein Ort von Hoffnung"

"Erbsünde im Grundwerk Eugen Drewermanns" - Magisterarbeit zu Drewermanns Strukturen des Bösen

 

       

Aufzählung Buchbesprechungen:

"Auf Seelensuche im Gehirn"  -  "Wo sich Gott und Gehirn  begegnen" - Zu "Atem des Lebens" I+II

"Atem des Lebens - Die Seele" setzt den Schlußstein zum "Glauben in Freiheit", 13.05.07

"Atem des Lebens" - Buchkritik.at

"Im Anfang... - Die moderne Kosmologie und die Frage nach Gott"

 "... und es geschah so" -  Die moderne Biologie und die Frage nach Gott

Krieg ist Krankheit, keine Lösung

Strukturen des Bösen, 22.05.03

 

Aufzählung Buchbesprechungen bei "sandammeer.at":

 "Hänsel und Gretel, Aschenputtel, Der Wolf und die sieben Geißlein" - Märcheninterpretationen

 "Die vier Evangelien" -  in der Übersetzung von Eugen Drewermann

 "Leise von Gott reden"

 "Der Mensch braucht mehr als nur Moral - Über Tugenden und Laster"

"Von Tieren und Menschen - moderne Fabeln

"Vom Leben des Menschen" - Doppel-CD

Aufzählung Presseberichte zu Vortragsveranstaltungen:

"Jesus von Nazareth - Die Befreiung zum Frieden" - Eschenbach, 03/2002

 "Verstehen statt verurteilen" - Drewermann im Gespräch mit Schülern, 19.03.04

Eugen Drewermanns Braunschweiger Lessing-Vortrag

Beifall für Eugen Drewermann in JVA

"Religion im Spannungsfeld zwischen Rationalität und Mystik" - Universität Chemnitz, 02/1996

"Jesus von Nazareth - Die Befreiung zum Frieden" - Eitorf, 02/2005

Märcheninterpretation: "Schneeweißchen und Rosenrot" - Braunschweig, 04/2003

Nachbetrachtung zu einem Vortrag zu dem Buch "Und der Fisch spie Jona an Land"
 

Kontakt:

info-drewermann@unitybox.de


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Wer sich aufgrund der hier zusammengetragenen Informationen zu Eugen Drewermann, seinen Büchern, oder auch zu Einzelaussagen äußern möchte, Fragen hat, oder sich für weitere Informationen interessiert, sendet mir entsprechende Beiträge per e-Mail zu, ich werde sie baldmöglichst beantworten.

© Volker Brokop, Wuppertal

 

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                                        Weder an ihn gerichtete Briefsendungen noch eMails können von mir weitergeleitet werden!

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Letzte Aktualisierung: 10.04.2017

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